Der Erweiterungsbau der Zentralbibliothek Zürich
Eine Bibliothek im Zentrum
Der Gedanke, die Kantons- und die Stadtbibliothek zu einer wissenschaftlichen, universitären Bibliothek zu vereinen, entstand bereits im Jahr 1896. Nach mehrjährigen Verhandlungen und einer Volksabstimmung stimmte der Kanton am 28. Juni 1914 dem Bau einer Zentralbibliothek zu. Als Standort für das Vorhaben wählte man die Fläche des früheren Konventgebäudes des Predigerklosters, das im Jahr 1887 niedergebrannt war. 1917, nach drei Jahren Bauzeit, öffnete die neue Zentralbibliothek Zürich das erste Mal ihre Pforten. Das zurückhaltend angelegte Gebäude mit zeitgemässer Stahlbetonkonstruktion und Sandsteinfassade stammt aus der Feder des damaligen Kantonsbaumeisters Hermann Fietz. Es besteht aus drei Teilen: dem Verwaltungsbau am Zähringerplatz, dem Lesesaalbau im Zentrum der Anlage, sowie dem Magazinbau an der Mühlegasse und der Chorgasse. Das gesamte Bauwerk hat eine Nutzfläche von 10 000 m2.