Das Einkaufszentrum Glatt in Wallisellen
Eine Einkaufsstadt vor den Toren Zürichs
Die Idee, in der Peripherie Zürichs ein Einkaufszentrum nach dem Vorbild der amerikanischen Shoppingmalls zu bauen, hatten die Grossunternehmen Migros, Jelmoli und Globus schon 1960. Deshalb gründeten sie die AG Einkaufszentrum Glatt-Zürich. Um ausländischen Plänen zuvorzukommen, wie es hiess. Zwei Jahre später stellte die damalige Max Noldin AG der Öffentlichkeit den ersten Projektentwurf vor. In der Agglomeration von Wallisellen sollte das neue Zentrum liegen, in direkter Nähe der Autobahn A1. Ein Standort, der zahlreiche Herausforderungen mit sich brachte. Denn zeitgleich entstand die Überführung der Neuen Winterthurerstrasse über die A1 und die Glatt.
Während man im Kanton Zürich versuchte, die strukturelle Planung voranzutreiben, gewann man neue Erkenntnisse über den Bau eines Einkaufszentrums. Deshalb entschied man sich den Architekten Victor Gruen mit der Erstellung eines Konzepts zu beauftragen. Der gebürtige Wiener hatte sich in den sechziger Jahren einen Namen als Pionier im Bau von Shopping-Centern gemacht. Das Zürcher Architekturbüros Schwarzenbach und Maurer passte dieses Konzept dann den wirtschaftlichen und regionalen Bedürfnissen an. Besonders vor dem Hintergrund der zu diesem Zeitpunkt sehr hohen Inflationsraten ein entscheidender Schritt. Denn die Projektanpassungen verringerten die Bauzeit und auch die Kosten wesentlich.